29.02.2020
Minister Thorsten Glauber besucht die Wahlveranstaltung in Gräfenberg

Der Bayerische Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, besuchte Gräfenberg im Rahmen einer Informationsveranstaltung der FREIEN WÄHLER Gräfenberg anlässlich der Kommunalwahl.2020 und trug sich dabei ins Gästebuch des Gasthof Friedmanns Bräustüberl ein (Foto).

In seinem Grußwort stellte er heraus, dass die FREIEN WÄHLER anders - als andere Parteien - eine Politik von unten nach oben praktizieren. Er selbst wurde 2002 erstmals in den Pinzberger Gemeinderat gewählt und übt dieses ehrenamtliche Mandat bis zum heutigen Tag aus. Mit 38 Jahren wurde Glauber Mitglied des Bayerischen Landtags. Auch in seiner Eigenschaft als Staatsminister seit 12.11.2018 ist ihm bei allen Entscheidungen wichtig, deren Auswirkung auf die Belange der Menschen und der jeweiligen individuellen Eigenschaften vor Ort beurteilen zu können.

Er begrüßte es sehr, dass sich in Gräfenberg mit dem 34-jährigen Ralf Kunzmann ein junger, engagierter Kandidat für das Amt des ersten Bürgermeisters bewirbt, der bereits auf eine 18-jährige Berufslaufbahn in der Kommunalverwaltung zurückblicken kann und dem die örtlichen Strukturen bestens vertraut sind. „Die Kommunalverwaltung ist seine berufliche Heimat“, so Thorsten Glauber.

Ralf Kunzmann steht für eine ausgewogene, zukunftsorientierte und sachgerechte Politik, die in ihren Zielen weit über eine Amtsperiode von 6 Jahren hinaus geht. Kunzmann weiter: „Es geht auf kommunaler Ebene darum, Gräfenberg –und damit meine ich auch immer gleichermaßen alle Ortsteile- zum Wohl der Allgemeinheit voranzubringen ohne dabei an Parteivorgaben gebunden zu sein.“

Auch die teilweise verbreiteten Ansichten, Kunzmann sei noch zu jung für das Bürgermeisteramt und wohne nicht in Gräfenberg, stellte er klar. „Zu jung gibt es nicht, nur zu ungeeignet!“ Auf Grund seiner langjährigen Berufserfahrung, speziell in der Kommunalverwaltung, besitzt er zweifellos die erforderliche Eignung zur Ausübung des Amtes eines Bürgermeisters. Weiter hat Kunzmann eine Wohnung sowohl in Gräfenberg als auch in Herzogenaurach, sonst könnte er ja gar nicht kandidieren. Die derzeitigen Gegebenheiten müssen doch nicht für immer in „Stein gemeißelt“ sein. „Oder würden Sie alles aufgeben, obwohl Sie noch keine verbindliche Zusage vom neuen Arbeitgeber haben“, fragte er die Anwesenden Schließlich steht doch die positive Entwicklung unserer Stadt im Vordergrund. Oder ist ein „guter“ Bürgermeister nur einer der 365 Tage in Gräfenberg gemeldet ist? Auch bekennt er sich unstrittig zu seiner Heimat Gräfenberg; hier findet sein Vereinsleben (Feuerwehr Gräfenberg, Fränkische Schweiz Verein, Höhhans´n) statt und hier hat er seine Freunde und Familie.

Im Anschluss erläuterte Ralf Kunzmann im vollbesetzten Saal allen Anwesenden umfassend das Wahlprogramm der FREIEN WÄHLER Gräfenberg.

Ralf Kunzmann dankte Thorsten Glauber besonders dafür, dass es der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER gelang, in den Koalitionsvertrag mit der CSU die Auflegung des staatlichen Förderprogramms für die Sanierung der Freibäder im Freistaat Bayern mit aufzunehmen. Schließlich sei das mehr als 80 Jahre alte Gräfenberger Freibad hier nicht mehr wegzudenken. Die Sanierung des Freibads bildet einen festen Baustein im Wahlprogramm der Gräfenberger FREIEN WÄHLER, ebenso wie der bereits beschlossene Neubau des Hallenbades mit Lehrschwimmbecken beim Schulzentrum.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion kam die Sprache auch auf die seit 2015 anstehende Neukalkulation der Abwassergebühren in Gräfenberg. Unverständnis äußerte der Fraktionssprecher der Freien Wähler im Gräfenberger Stadtrat Werner Wolf über die Verschleppungstaktik des jetzigen Bürgermeisters in dieser Sache. Seit einigen Jahren sei klar erkennbar, dass vor allem die Betriebskosten der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Obere Schwabach sich stetig erhöhen. Allein in den Jahren 2015 bis 2018 sei durch die unterlassene Neukalkulation der Stadt Gräfenberg ein Schaden von ca. 560.000 € entstanden, unter Einschluss des Jahres 2018 somit insgesamt rund 700.000 €. Die FREIEN WÄHLER haben bereits vor einem Jahr, zuletzt in ihrer Stellungnahme zum Haushalt 2019, auf die dringend notwendige Gebührenanpassung hingewiesen. Selbst wenn noch nicht klar ist, ob für diesen Schaden der derzeitige Bürgermeister haftbar gemacht werden kann, so steht jedoch heute schon fest, dass der Stadt Gräfenberg bei einer rechtzeitigen moderaten Gebührenanpassung ein erheblicher Kapitalgrundstock von mindestens 700.000 € für wichtige anstehende Investitionsmaßnahmen, wie z.B. den Bau weiterer Kinderbetreuungseinrichtungen oder auch die Sanierung des Gräfenberger Freibads, mehr zur Verfügung stehen würde.